Hintergrundinformationen über die Feste und Rituale der Diashows auf unserer Seite

Wenn Du nach unten scrollst erscheinen Infos zu den Festen und Rituale in folgender Reihenfolge:

Der Tanz der Teufel in Prizzi, Sizilien/Italien (Ballo dei Diavoli)
Herodesspiel in der Maramureș in und um Viseu de Sus, Rumänien (Viflaim)
Orangenschlacht von Ivrea, Italien (Battaglia delle Arance)
Karneval in Laza, Südgalicien/Spanien (Entroido de Laza) 
Fest des Nordens in Murmansk, Russland (Фестиваль Севера)
Feuerfest Los Escobazos en Jarandilla de la Vera, Extremadura/Spanien Lusitano-Pferdefestival in Golegã, Portugal (Feira Golegã) 
Karneval in Venedig, Italien (Carnevale di Venezia) 
Fest-Noz, Bretagne/Frankreich
Romaria de Nossa Senhora d'Agonia in Viana do Castelo, Portugal 
 La Festa dei Giudei a San Fratello, Sizilien/Italien
Fest des Hl. Georg in Arachova, Griechenland (Σταθερά Άγιος Γεώργιος - Αράχοβα) 

Winterfestival in Sighetul Marmatiei, Rumänien (Festivalul Datinelor de Iarna S. Marmatiei)
 St. Ulrichsritt in Steingaden, Bayern/Deutschland

Der Tanz der Teufel in Prizzi, Sizilien (Ballo dei Diavoli)

Mit dem Tanz der Teufel wird der Ostersonntag in Prizzi auf besondere Weise zelebriert. Schon am frühen Morgen sieht man überall rote Teufel durch den Ort huschen. Die beiden Osterprozessionen  

mit Maria und Jesus werden immer wieder von tanzenden Teufeln und dem Tod gestoppt. Diese verhindern mit allen Mitteln, dass die Figuren sich begegnen. Und sie entführen tanzend Menschen um ihre Seelen in Besitz zu nehmen. Diese können sich bei Tod und Teufel freikaufen. Nachdem es vielen Stunden lang gelungen ist die Begegnung des Auferstandenen und der Mutter Gottes zu verhindern, gelingt dies dann doch. Maria verliert ihr schwarzes Trauergewand und der Erzengel Michael unterwirft mit einem Schwert Tod und Teufel. 

Herodesspiel in der Maramureș in und um Viseu de Sus, Rumänien (Viflaim)

Beim allweihnachtlichen Herodesspiel (Viflaim) in der Maramureș in und um Viseu de Sus kommt es speziell in Oberwischau traditionell zu ritualisierten Scheinkämpfen der Teufel des deutschen und des rumänischen Herodesspiels. Die verschiedenen Prozessionen werden von wilden Gestalten begleitet. Vor diesen ist im Ort niemand sicher. Die Teufel der deutschen Zipser-Minderheit und der Rumänen hauen mit Holzkeulen auf Schaulustige ein und bekämpfen sich gegenseitig. Riesige Glocken an den Gewändern kündigen lautstark die tanzenden Teufel an. In vielen Dörfern findet das allweihnachtliche Herodesspiel vor den alten Holzkirchen statt. 

Orangenschlacht von Ivrea, Italien (Battaglia delle Arance) 

Im Mittelalter forderte der Tyrann, welcher über Ivrea herrschte, das „Recht der ersten Nacht“ jeder Jungfrau ein. Eine Frau köpfte in selbiger Nacht den Herrscher. Dann trat sie auf den Balkon. In der Hand ein Säbel mit dem aufgespießtem Kopf. Das war der Beginn eines Aufstands. Die Bewohner vertrieben mit Wurfgeschossen den Tyrannen. Zur Erinnerung findet im kleinen mittelalterlichen Städtchen Ivrea jedes Jahr eine 3-tägige Orangenschlacht statt. Ritter auf Kutschen, teils von bis zu sechs prächtig geschmückten Pferden gezogen, werden mit Orangen beworfen. Die Ritter schmeißen zurück. Bei der Schlacht fliegen jedes Jahr bis zu 350 Tonnen Orangen durch Ivrea. Unzählige blaue Augen, blutige Nasen und Platzwunden werden stolz als Trophäen präsentiert. 

Karneval in Laza, Südgalicien/Spanien (Entroido de Laza)

Beim Entroido in Laza laufen bis zu 150 Peliqueiros durch die Gassen und verbreiten Angst uns Schrecken. Jeder Peliqueiro hat sechs Kuhglocken an den Hüften. Sie laufen, springen und schlagen mit ihren gefürchteten Peitschen. Ist man nicht schnell genug bekommt man diese zu spüren. Auf dem Dorfplatz kommt es am ersten Tag zu einer Schlammschlacht. Alle gegen Alle! Am zweiten Tag beschmeißen sich alle mit Mehl. Am dritten Tag herrscht dann Ausnahmezustand. Eine Mehlkanone schießt ununterbrochen in die Menge. Dann wird ein Ameisen-Erde-Gemisch in die Massen geworfen. Keiner kann den Ameisen entkommen. Diese krabbeln durch die kleinsten Ritzen der Sachen und beißen was das Zeug hält. Und die Peliqueiros peitschen sich den Weg frei. Wahnsinn! 

Fest des Nordens in Murmansk, Russland (Фестиваль Севера)

Mit dem Fest des Nordens feiert das Volk der Samen in Murmansk, der nördlichsten Großstadt der Welt, das Ende der langen Nächte. In Rentierschlitten-Rennen und Ski-Wettläufen treten die Hirten, welche von der ganzen Kola-Halbinsel anreisen, gegeneinander an. Überall präsentiert die indigene Bevölkerung ihre Traditionen, ihre Kultur und ihre Waren aus Renntierfellen und Knochen. In den zugefrorenen Fluss werden Löcher gehackt. Einer nach dem andren springt in das eiskalte Wasser um darin zu schwimmen. 

Feuerfest Los Escobazos en Jarandilla de la Vera, Extremadura/Spanien 

Jedes Jahr am 7. Dezember schlagen sich die Einwohner von Jarandilla de la Vera mit brennenden riesigen Reisigruten in Brand. Qualmende Kleidungsstücke und fiegende Funken überall. Keiner wird verschont. Vor jeder Kirche werden riesige Feuer entfacht. Pferde scheuen inmitten dieses Trubels. Die Feuerwehr besprüht die Kirchen mit Löschwasser. „Viva! Es lebe die Jungfrau der unbefleckten Empfängnis. Viva! Viva! Viva!“ rufen immer wieder hunderte Einheimische. Trommeln, Feuer, Gesänge und immer wiederkehrende Viva-Rufe versetzen die Teilnehmer der Feuer-Prozession in eine Art Trance. 

Lusitano-Pferdefestival in Golegã, Portugal (Feira Golegã) 

Das weltgrößte Lusitano-Pferdefestival findet im portugisichen Golegã statt. Es gibt zahlreiche Reitshows. Das ganze Städtchen ist voller Pferde und Reiter. Höhepunkt ist die Reiterprozession zu Ehren des heiligen St. Martin. 

Karneval in Venedig, Italien (Carnevale di Venezia)

10 Tage vor Aschermittwoch beginnt der farbenfreudige Karneval in Venedig. Extravagante Kostüme, Paraden und zahlreiche artistische Darbietungen prägen diese Tage. Der Engelsflug (Volo dell' Angelo) vom Campanile auf den Markusplatz stellt einen der Höhepunkte dar. Überall wird gefeiert und flaniert.  Besonders eindrücklich ist eine Parade aus prächtig geschmückten Gondeln. 

Fest-Noz in der Bretagne, Frankreich 

Die bretonischen Partys „Fest-Noz“ finden im Sommer statt. Es wird hauptsächlich auf dem bretonischen Dudelsack Binioù Kozh musiziert. An den Reihen- und Kettentänzen nimmt oft das ganze Dorf teil. Trachtenumzüge gehören zum Fest genau so dazu wie bretonische Gesänge und Tänze, Moules Frites (frische Muscheln mit Pommes) und Crepes.

Romaria de Nossa Senhora d'Agonia in Viana do Castelo, Minho/Portugal 

Mit farbigem Sägemehl werden Straßen und Plätze kunstvoll verziert. Die Einwohner der Minho-Berg-Region tragen stolz ihre farbenfreudigen Trachten. 
Riesige Giganten tanzen zu ohrenbetäubenden Trommellärm durch die Straßen. Endlose Prozessionen und kilometerlange Trachtenumzüge finden beim Fest zu Ehren „unserer lieben Frau von Agonia“ statt. Überall wird drei Tage lang getanzt, musiziert und getrunken. 

La Festa dei Giudei a San Fratello, Sizilien/Italien 

Im kleinen Bergdorf San Fratello überdauerte ein jahrhundertealter Oster-Brauch Namens „La Festa dei Giudei“. Hunderte bunt maskierte Gestalten haben dort in der Karwoche das Sagen. Sie laufen Trompete blasend durch den Ort, treiben unentwegt Schabernack und stören lautstark das Osterfest und die dazu gehörigen Prozessionen. 

Fest des Hl. Georg in Arachova, Griechenland

Zum Fest des Hl. Georg in Arachova kommen alle Dorfbewohner in ihren schönsten Trachten auf den Berg der St. Georgs Kirche. Jeder küsst das Bild des Heiligen Drachentöters. Es wird gemeinsam getanzt, gesungen und getrunken. Traditionelle Sportkämpfe werden ausgetragen. Die St. Georgs Kirche spendiert Lämmer, welche vor der Kirche gebraten und verteilt werden. Es finden mehrere Prozessionen statt. Als Höhepunkt tanzen alle alle Dorfbewohner mehrmals um die Kirche und danach mit lauter Musik vom Kirchberg ins Dorf. Dort wird die ganze Nacht gefeiert. 

Winterfestival in Sighetul Marmatiei, Rumänien (Festivalul Datinelor de Iarna S. Marmatiei)

Beim Winter-Festival in Sighetu Marmatiei gibt es zahlreiche Umzüge und Theateraufführungen. Höhepunkt ist der feierliche Festumzug am 27. Dezember. Aus ganz Maramureș kommen die Menschen angereist. Die Bewohner sind nicht nur in ihren farbenprächtigen Trachten zu sehen, sondern verkleiden sich auch als Bären, Waldgeister, Teufel und Ziegen. Auch die Figuren des Herodesspiels (Viflaim) beteiligen sich am Umzug. Unzählige Musikkapellen spielen während und nach dem Umzug. Und der selbst gebrannte Schnaps fließt in Strömen. 

St. Ulrichsritt in Steingaden, Bayern/Deutschland 

Der Pferdepatron St. Ulrich wird seit ca. 1564 in Steingaden, immer am 5. Juli, mit dem St. Ulrichsritt geehrt. Über 100 Reiter in Tracht reiten auf prächtig geschmückten Pferden den 3,5 km langen Weg zur Heilig Kreuz Kirche auf dem Kreuzberg. Dort findet ein Gottesdienst statt und die Kirche wird mehrmals umrundet. Danach gibt es ein großes Fest.